|
Presse: Jahresdankfeier 2010 |
|
Gundelsdorf. „Gemeinsam gegen Krebs“ dankt Wolfgang Spindler aus Eila für sein großes Engagement. Sein Herz schlägt wie eine Werbetrommel für den Verein und sein Engagement zeigt, wie leistungsfähig man trotz Krebskrankheit sein kann, betonte die Vereinsvorsitzende Dr. Martina Stauch Der 62-jährige, ehemalige Polizeihauptmeister der Bundespolizei weiß die Dienste des „Vereins gemeinsam gegen Krebs“ zu schätzen und ist deshalb ein besonders engagiertes Mitglied. Ein Dankeschön genügt ihm, um motiviert zu sein, sich für diese gute Sache mit Leidenschaft einzusetzen. Dabei hat er es mit dem eigenen Schicksal eigentlich besonders schwer, anderen Mut zu machen, sollte man glauben, aber das Gegenteil ist bei ihm der Fall. Als er sich knapp vor seinem 58. Lebensjahr auf seine Freistellungsphase der Altersteilzeit freute, schreckte ihn ein Gesundheitscheck jäh zurück. Ohne wirklich Krankheitssymptome zu spüren, gab er sich zur Vorsorge einer Generaluntersuchung hin. Alles war in Ordnung, konnte er sich zunächst freuen, doch dann kam die Diagnose Darmkrebs. Das war im Dezember und Mitte Januar, so blickt er zurück, lag ich schon auf dem Operationstisch und Professor Dr. Thorolf Hager operierte das Darmkarzinom. Schlagartig änderte sich das Leben, das zunächst von Chemotherapie und Aufbaumaßnahmen bestimmt wurde. Andererseits war ich aber viel zu großer Optimist und Kämpfer, um mein Leben aus der Hand zu geben. Du hast nur ein Leben und das wichtigste in diesem Leben ist die Gesundheit, sagte ich mir und ich war bereit, alles dafür zu tun, die Gesundheit wieder zu erlangen. Um alles dafür zu tun, dazu gehört für Wolfgang Spindler auch, Gleichgesinnte zu unterstützen und generell dem Krebs den Kampf anzusagen. Kurze Zeit nach seiner Operation trat er dem Verein „Gemeinsam gegen Krebs“ bei und wurde sehr bald Vorstandsmitglied. Der Verein bedeutet ihn viel und gibt ihm viel. Mit Leidenschaft hat er sich der Mitgliederwerbung gewidmet und in den drei Jahren seines Wirkens schon mindestens 80 Neumitglieder geworben, sagt er. Aber das ist längst nicht alles, wo er nur kann, sammelt er Spenden von Gönnern und hilft bei Veranstaltungen wie beim Run of Hope oder beim Weihnachtsmarkt, wo er jeweils viele Tombola- Preise einsammelt und somit eine große Verkaufserlössumme ermöglicht. Ein weiteres großes Hobby ist für den 62-Jährigen das Angeln am eigenen Gewässer. Wenn ich am Teich sitze hole ich mir von der Natur wieder Kraft zum Leben und den Mut für Aktivitäten und für ein lebenswertes Leben hole ich mir bei den vielfältigen Vereinsaktivitäten von Gemeinsam gegen Krebs, sagt Spindler. Viele Menschen seien ihm schon dankbar dafür gewesen, dass er offen über seine Krankheit mit ihnen sprach. Manchmal wenden sich verzweifelte Patienten an ihm die ihr Leben hängen lassen wollen, ihnen macht er Mut zu kämpfen und durch seinen Rat, so sagt er, konnte er manch anderen den Lebensmut zurückbringen und auch das gibt wieder Kraft. Ich bin ein Kämpfer. Ich werde im Mai 63 Jahre und will noch lange leben, daher lohnt es sich gegen den Krebs zu kämpfen, denn nur wer kämpft hat die Chance auf Sieg. Im Verein „Gemeinsam gegen Krebs“ sind rund 220 Mitglieder vereint. Ihr Ziel ist es, unter dem Motto „gemeinsam sind wir stark“, alles erdenklich Mögliche im Kampf gegen den Krebs zu tun. Die Vereinsvorsitzende, Onkologin Dr. Martina Stauch legt seit Vereinsgründung im Jahre 2003 großen Wert darauf, einmal jährlich eine kleine Dankfeier abzuhalten. Hierbei soll allen Mitgliedern gedankt werden, vor allem aber den ehrenamtlich engagierten Vorständen und Helfern gilt dabei besonderer Dank. Namentlich und mit einem Präsent sprach sie den Sportgruppenleitern Gertraud Kohlmann, Matthias Horner und Birgit Schmitt, der Kassiererin Heidrun Kestel und Sekretärin Claudia Friedrich sowie Carol Jakob herzlichen Dank im Namen des Vereins aus. In dieser Dankfeier konnte sie auch zahlreiche neue Mitglieder begrüßen und besonders neue Sportleiter für die Walkinggruppe. In dieser engagieren sich zukünftig, nachdem Gertraud Kohlmann die Leitung niederlegte, Eva Titz als Leiterin und Henni Schenk als Stellvertreterin. Der Walkinggruppe stehen als Schriftführerin Birgit Götz und als dessen Stellvertreterin Pia Hofmann zur Verfügung, im Herbst und Winter wird Hubert Lindner der Leiter der Walkinggruppe sein. Zu großen Dank sei man auch der Firma Scholz, Gundelsdorf verpflichtet. In der Firma Scholz GmbH wurden alle Weihnachtsgeschenke die von Lieferanten eintrafen, in einer Weihnachtstombola verlost. Der Erlös wurde von Geschäftsführerin Gertrud Ebert und Technischem Leiter Karl-Herbert Ebert anschließend verdoppelt, so dass man an den Verein „Gemeinsam gegen Krebs“ den stattlichen Betrag von 1500 Euro als Spende überreichen konnte. Die Dankfeier, die im Gasthof „Zum Bischofshof“ stattfand, wurde von der Stubenmusik Rothenkirchen unter Leitung von Hans Konrad umrahmt. Karl-Heinz Hofmann






|
|
Presse: Vortrag 12.11.10 Bauchspeicheldrüsenkrebs |
|
„Kein Arzt redet gern darüber, welch schlechte Heilchancen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs bestehen“, sagte Dr. Frank Fischer in seinem Referat über „Bauchspeicheldrüsenkrebs-verstehen, erkennen, behandeln“. Er untermauerte, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs eine sehr gefährliche, wenngleich aber auch eine sehr seltene Krebsart ist. Und das gefährliche ist dabei, dass es eben kein charakteristisches Symptom gibt, dass zweifelsfrei auf eine Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung hinweisen würde. Weil sich Bauchspeicheldrüsenkrebs weder durch Schmerzen noch andere Symptome bemerkbar macht, wird er erst in sehr spätem Stadium erkannt, so dass eine Therapie nicht mehr richtig anschlägt. Denn die Beschwerden sind unspezifisch und trügerisch. So kann sich das Pankreaskarzinom (wie Bauchspeicheldrüsenkrebs auch heißt) etwa durch Rückenschmerzen äußern, gegen die sich ein Patient monatelang behandeln lässt. Außerdem steht noch keine geeignete Maßnahme zur Frühdiagnostik zur Verfügung. So ist es oft nur ein Zufallsbefund, wenn Ärzte wegen anderer Beschwerden den Oberbauch untersuchen und dabei Bauchspeicheldrüsenkrebs im Frühstadium entdecken. Nur dann besteht eine reale Aussicht auf Heilung. Selbst Magenspiegelungen lassen ein Karzinom an der Bauchspeicheldrüse nicht erkennen. So werden Tumore der Bauchspeicheldrüse meist recht spät erkannt und dann kann auch schon eine Metastasierung eingetreten sein. Dr. Fischer erklärte anhand von beeindruckenden Bildern, warum aufgrund der versteckten und komplizierten Lage dieses Organs (es liegt hinter dem Magen, vom Zwölffingerdarm umarmt und auch ein Gallengang findet Durchgang durch die Bauchspeicheldrüse), Tumore bei anderen Untersuchungen oder Vorsorgeuntersuchungen nur schwer erkennbar sind. Es gibt im Übrigen keine Vorsorgeuntersuchung speziell um Bauchspeicheldrüsenkrebs festzustellen. Und entdeckt man ein Bauchspeicheldrüsenkarzinom so ist der chirurgische Eingriff äußerst schwierig und riskant weil viele andere Organe freigelegt werden müssen. Dennoch konnte Dr. Fischer als positives Fazit etwas Mut machen, denn die Überlebensrate sei in den vergangenen Jahren etwas angestiegen. Er sprach von einem Anstieg von circa zehn- auf rund 20 Prozent der operierten Patienten die eine Überlebenserwartung von mehr als fünf Jahren haben. Der Referent fügt aber auch hinzu, dass die Operation entscheidend ist, denn „ohne Operation wird nichts“. Hoffen lassen mehrere kleine Schritte in die richtige Richtung, „wir liegen jetzt viel besser als noch vor einigen Jahren“. Dem Referat schloss sich eine rege Diskussion und ein Dialog mit Patienten aus dem Auditorium an. Der Verein „Gemeinsam gegen Krebs“ organisiert solche Vorträge um den Patienten und Angehörigen eine Möglichkeit zur Information aber auch zur offenen Aussprache mit Fachärzten zu geben. So konnte der Chefarzt für Chefarzt für Allgemeinchirurgie an der Frankenwaldklinik, Privat-Dozent Dr. Frank Fischer (Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie Proktologe und Colo-Proktologe EBSQ) viele Fragen der interessierten Zuhörer beantworten.
Karl-Heinz Hofmann |
|
Presse: Vortrag 29.10.2010 Palliativmedizin |
|
Kronach. Die „Hoffnung auf Leben“ ist für die Palliativmedizin größter Motivator bei möglicher Unheilbarkeit von Krebspatienten zu helfen und schmerzlindernd zu wirken. Jährlich gibt es etwa 400000 Krebs-Neuerkrankungen in Deutschland, davon kann über die Hälfte aller Patienten geheilt werden, ein anderer Teil von etwa 40 bis 45 Prozent der Krebspatienten wird von vornherein als unheilbar eigestuft. Diese erhalten eine palliative Therapie. Doch nicht alle davon haben Schmerzen. Die Palliativmedizin nimmt sich den, rund 25 Prozent der Krebspatienten, die Schmerzen haben, mit besonderer Sorgfalt und Hingabe, an. Dr. Wolfgang Schulze (Leitender Arzt der Palliativstation am Klinikum Bayreuth) definierte Palliativmedizin als „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer voranschreitenden, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung. Sie geht aber über eine rein palliative Therapie hinaus. Palliativmedizin bedeutet aber nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung. Die Palliativmedizin greift ein, wenn die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und so die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt. Ziel der Palliativmedizin ist, durch intensive individuelle Therapie eine Lebensverlängerung und die Verhinderung von Komplikationen sowie die Linderung von Beschwerden und Schmerzen. Mit Medikamenten, physikalischen Maßnahmen und anderen Therapien können diese Beschwerden oft soweit gelindert werden, dass das Erleben nicht nur auf das Leiden eingeschränkt ist, wieder andere Gedanken und Tätigkeiten möglich sind und die restliche Lebenszeit wieder als lebenswert empfunden wird. Für die Schmerzbehandlung haben sich die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation bewährt, Unter ethischen und spirituellen Aspekten werden auch die Angehörigen mit einbezogen. Palliativmedizin beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Behandlung der körperlichen Symptome, sondern nimmt auch die psychologischen, sozialen und spirituellen Probleme der Patienten und ihrer Angehörigen auf. Wo eine Heilung oder wesentliche Lebensverlängerung nicht mehr möglich ist, wird die Wahrnehmung und Behandlung von Schmerzen und anderen Beschwerden umso wichtiger, um eine Lebensperspektive bis zum Tod aufrecht zu erhalten. Für den Verein „Gemeinsam gegen Krebs“ sind auch diese Patienten ein wichtiger Bestandteil des fürsorglichen Einsatzes für die Mitglieder und für an Krebs erkrankten Menschen. Deshalb hatte der Verein zu diesem kostenfreien Vortrag am Freitag in die Frankewaldklinik eingeladen und mit Dr. Wolfgang Schulze einen erfahrenen Arzt und Dozenten zu diesem sehr beeindruckenden Thema engagiert. Die Palliativmedizin gewinnt nicht nur in speziellen Kliniken sondern auch in Seniorenheimen an Bedeutung und ist auch ein sehr wichtiges Thema für Angehörige von Krebspatienten. Karl-Heinz Hofmann

Das Bild zeigt: Dr. Wolfgang Schulze bei seinem Vortrag über Palliativmedizin in der Frankenwaldklinik. Foto: K.-H. Hofmann
|
|
Pressebericht: Lachtag 22.10.2010 |

Beim Lachyoga machten alle mit
Lachen ist die beste Medizin! Deshalb lud der Kronacher Verein "Gemeinsam gegen Krebs" zum "Lach dich gesund Tag" ein.
Lachyogaübungen sind eine Kombination aus Dehn-und Atemübungen, wobei aber das Lachen im Vordergrund steht.
"Hohoho, Hahaha" so einfach und leicht geht es und ist sehr effizient, wenn es darum geht, den eigenen Lippen ein kleines Lächeln zu entlocken. So jedenfalls studierten die beiden "Lachyoga"- Trainerinnen Margret Ruyter und Eva Schreiber-Dümlein, unterstützt von Grimassen und Faxen des Clowns "Lucky Sonnenstrahl" (Christa Drechsler), das Lachen ein.
Lachen ist ein gesunder Sport und eine gute Therapie.
In keiner anderen Sportart werden so viele auf das körperliche Wohlbefinden positiv wirkende Eigenschaften in Gang gesetzt wie beim Lachen. Es wird die Sauerstoffversorgung im Gehirn schnell angeregt, der Blutdruck gesenkt, Glückshormone und schmerzstillende körpereigene Substanzen freigesetzt und die Immunabwehr gestärkt.
Sogar die Verdauung wird angeregt und dies alles ist wissenschaftlich belegt, erklären die Lachyoga-Meisterinnen Eva Schreiber-Dümlein und Margret Ruyter, ehe es beim "Lach dich gesund-Tag" so richtig ans gemeinsame Lachen ging.
Weil Lachen so gesund ist, sollte man eben auch lachen können, wenn einem gar nicht zum Lachen zumute ist. Doch das bedarf einiger Übung.
Genau dies wurde den Gästen des Lach dich gesund Tages voll bewusst, als sie in der Scheune des Jugend-und Kulturtreffs "Struwwelpeter" aufeinander zugingen. Selbst zur Begrüßung bedarf es keiner Worte, sondern nur eines Lächelns und ein angenehmer Kontakt ist hergestellt.
Außerdem hält keine Diät und keine Medizin das Herz so gut in Schuss wie Humor und häufiges Lachen.
So gesehen ist Lachen doch eine ernste Angelegenheit, zumindest wenn es um gesundheitliche Aspekte geht. Die beiden Trainerinnen informieren, warum sie Lachyoga in München und Köln in Seminaren erlernt haben.
Lachyoga (auch Yogalachen genannt) ist eine Form des Yoga, bei der das grundlose Lachen im Vordergrund steht.
Die Lachyogaübungen sind eine Kombination aus Dehn- und Atemübungen, verbunden mit fiktiven und pantomimischen Übungen, die zum Lachen anregen. Beim Lachyoga soll der Mensch über die motorische Ebene zum Lachen kommen. Das anfangs künstliche Lachen wird so in echtes Lachen übergehen. Und die Scheune platzte bald aus allen Nähten, als jung und alt, ein Gelächter von sich gaben.
Dabei kam die Erkenntnis auf, Lachen ist nicht nur gesund, sondern Lachen kann auch schön und harmonisch wirken.
Auch die "Papplstöck" mit ihrer Stabpuppengruppe (gespielt von Barbara Heinlein, Steffi Schick, Anne Schlick) gastierten im Struwwelpeter und inszenierten "Froschalarm" womit sie einen weiteren humoristischen Beitrag zum Tränenlachen leisteten und anschließend wurden Papierfrösche gebastelt, was nochmals zur Erheiterung beitrug.
Die Veranstaltung die sich an Krebspatienten mit Kindern wandte, wurde von der "ROMIUS Stiftung" gesponsert.
Über 1200 Roche-Mitarbeitende in Deutschland haben am 16. Juni im Rahmen des weltweiten Roche Children's Walk mit einem Benefizlauf an den -Roche-Standorten Grenzach, Kulmbach, Mannheim und Penzberg Spenden gesammelt und damit ein Zeichen der Solidarität für hilfsbedürftige Kinder gesetzt. Mehr als 35.000 Euro sind bei dieser Mitarbeiterspendenaktion an die unabhängige und gemeinnützige ROMIUS Stiftung gespendet worden, die im Jahr 2007 von den Roche-Unternehmen in Deutschland gegründet wurde.
Davon werden in diesem Jahr, der "Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder, Gießen e.V." und der Verein "Gemeinsam gegen Krebs e.V." unterstützt.
Der gemeinnützige Verein "Gemeinsam gegen Krebs e.V.", Kronach, sieht seine Aufgaben insbesondere in der Verbesserung der ambulanten Betreuung und Beratung von krebskranken Menschen. Zur Arbeit des Vereins gehören umfassende Aufklärung, Fürsorge und Nachsorge von Tumorpatienten, Erstellung von Lebenskonzepten und die Unterstützung von Krebshilfegruppen. Mit den Spenden sollte für die betroffenen Mitglieder und Kinder ein Fest mit zahlreichen Informationen und Programmpunkten organisiert werden, erklärte Vorsitzende Dr. Martina Stauch, die sich über diese Spende außerordentlich freute und im Namen aller Mitglieder herzlichen Dank dafür aussprach.
Die Veranstaltung war nur für betroffene Patienten organisiert worden und die Sekretärin des Vereins "Gemeinsam gegen Krebs", Ruth Lehnhardt, von der auch die Idee stammte, konnte jedem Kind zum Abschied noch eine Feline von der Festung Rosenberg als Geschenk mit auf den Weg geben.
|
|
Presse: Vortrag 18.06.10 Was ist Schilddrüsenkrebs? |
Auch wenn Schilddrüsenkrebs im Vergleich zu anderen Krebsarten ein eher seltener auftretender Tumor ist, handelt es sich aber dennoch um einen sehr ernst zu nehmenden Tumor. Es treten in Deutschland etwa 2500 Neuerkrankungen pro Jahr auf. Und auch hier gilt die Früherkennung als wichtiger Heilfaktor, denn wenn die Prognose bei Schilddrüsenkrebs rechtzeitig erkannt und behandelt wird, sind die Heilungschancen gegenüber anderen Tumoren extrem günstig. „Die Schilddrüse ist ein kleines Organ mit großer Wirkung“ erklärt Dr. Stefan Lerch, Facharzt für Nuklearmedizin, der auf Einladung des Vereins „Gemeinsam gegen Krebs“ in der Frankenwaldklinik zum Thema „Schilddrüsenkrebs“ referierte. Zunächst erörterte der Fachmediziner, der in der Frankenwaldklinik eine nuklearmedizinische Praxis mit den Schwerpunkten Schilddrüsendiagnostik mit Ultraschall, Szintigrafie (radioaktive Bilduntersuchung), Labor und Zytologie (Lehre von den Zellen) führt, die Funktion und Aufgabe der Schilddrüse. Die Hormone die sie produziert sind für viele entscheidende Körperfunktionen lebenswichtig. Sie beeinflussen die Aktivität des Gehirns, die Gesundheit des Herzens und der Muskeln und sind am Wachstum der Knochen beteiligt, sie regeln den Ablauf vieler Stoffwechselvorgänge und die Funktion der Niere. Wie leistungsfähig und wohl sich der Mensch fühlt hängt in hohem Maß von der Funktion der Schilddrüse ab. Es kommt darauf an, dem Körper immer die Hormonmenge zur Verfügung zu stellen die er gerade braucht, nicht zu viel und nicht zu wenig, denn beides kann gesundheitliche Folgen haben. Die Schilddrüse ist ein schmetterlingförmiges, hormonproduzierendes Organ. Sie ist etwa 15 bis 25 Gramm schwer und liegt dicht unterhalb des Kehlkopfes und ist normalerweise von außen nicht erkennbar. Wichtigste Aufgabe der Schilddrüse ist die Bildung und Freisetzung der Schilddrüsenhormone "Thyroxin" (T4) und Trijodthyronin (T3). Dazu wird Jod gebraucht. Am Regelkreis sind mehrere hormonproduzierende Organe beteiligt. Weil auch bei Schilddrüsenkrebs der Grundsatz gilt, „je früher die Tumorerkrankung festgestellt und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen“, deshalb sind „Alarmsignale zu beachten“. „Druckgefühl im Halsbereich, Luftnot, Schluckbeschwerden, Hustenreiz, tastbar und sichtbar vergrößerte Lymphknoten im Halsbereich und Heiserkeit“ sind Alarmsignale und „Wachsamkeit ist immer geboten, wenn ein Kropf innerhalb von wenigen Wochen entsteht“. Wenn solche Symptome auftreten, sofort den Arzt aufsuchen, rät Dr. Lerch, denn „ein frühzeitig erkanntes Schilddrüsenkarzinom hat sehr gute Heilungschancen“, fügt er hinzu. Wichtigste Diagnoseverfahren sind nach Abtasten durch den Arzt die qualifizierte Ultraschalluntersuchung, anschließend erfolgt eine ergänzende Szintigrafie durch den Nuklearmediziner. Vom Ergebnis abhängend folgen dann eine schmerzarme Feinnadelbiopsie und eventuell andere Untersuchungen. Nach Meinung von Dr. Lerch werde in Deutschland viel zu oft sofort eine völlig unnötige sogenannte diagnostische Schilddrüsenoperation bei erkannten aber nicht weiter untersuchten Knoten durchgeführt. Unerlässlich vor einer Operation ist eine differenzierte und qualifizierte Abklärung des Knotens um mögliche Hinweise auf Gut-oder Bösartigkeit zu erhalten um so eine unnötige Operation zu ersparen. Falls operativ tatsächlich ein Verdacht auf Schilddrüsenkrebs bestätigt wird, ergibt sich nach der Operation mit einer anschließenden „Radiojodtherapie“ durch die Nuklearmedizin eine nebenwirkungsfreie, aber hocheffiziente Therapie, die anderen Krebsarten trotz „High-Tech-Medizin“ wegen des einzig und allein schilddrüsentypischen Jodstoffwechsels vorenthalten bleibt. „Durch die Radiojodtherapie werden sämtliche verbleibende Schilddrüsenreste oder auch potentielle Metastasen sicher eliminiert“. Im Falle eines Nachwachsens des Tumors oder von Metastasen kann die Therapie bis zu gewissen Grenzen in Jahren und Jahrzehnten problemlos wiederholt werden. Es gehen auch keine Gefahren auf andere Organe aus, antwortet Dr. Lerch auf eine Zwischenfrage aus dem Auditorium. Und daher hat der Schilddrüsenkrebs bei adäquater Diagnostik und Therapie im Vergleich zu anderen Tumoren eine sogar exzellente Prognose. Aber auch hier ist eine anschließende konsequente leitliniengerechte Nachsorge und enge Kooperation zwischen behandelnden Ärzten entscheidend, hier sind Hausärzte, Nuklearmediziner, Chirurgen, Pathologen und andere gefordert. Die in Kronach regelmäßig tagende „Tumorkonferenz“ mit sämtlichen Sparten interdisziplinärer beteiligter Mediziner erfüllt mittlerweile erfreulicherweise diese, dem internationalen Standard entsprechenden Ansprüche, stellt Dr. Lerch anschließend erfreut fest. Karl-Heinz Hofmann 3 oder 4 Das Bild zeigt: Dr. Stefan Lerch referierte über Schilddrüsenkrebs. Foto: K.-H. Hofmann
 |
|
Presse: Bronchialkarzinom Früherkennung durch radiologische Diagnostik 26.02.2010 |
Kronach. Das Bronchialkarzinom (Lungenkrebs) ist weltweit die häufigste maligne (bösartig) Erkrankung des Mannes und die zweithäufigste der Frau. In Deutschland ist das Lungenkarzinom bei Männern und Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Den statistischen Erhebungen zufolge werden jährlich bei Männern etwa 32500 und bei Frauen etwa 12500 Lungenkrebs- Neuerkrankungen registriert. Während die Häufigkeit bei Männern weltweit sinkt, steigt sie bei Frauen weiterhin an. „Die Emanzipation lässt grüßen“, stellte der Chefarzt der Lungenfachklinik, Kutzenberg. Dr. Gernot Habich, fest, weil nämlich mit der Emanzipation auch die Zahl der intensiven Raucherinnen in Deutschland angestiegen ist. Dr. Habich referierte in der Frankenwaldklinik über Diagnostik und Therapiemöglichkeiten des Lungenkrebses. Der Verein „Gemeinsam gegen Krebs“ hatte zum Referat zum Thema „Bronchialkarzinom“ eingeladen. „Hätten wir keine Raucher, gäbe es fast keinen Lungenkrebs“, sagt Dr. Habich und ruft zugleich dazu auf „Raucher, versuchen Sie aufzuhören!“ Denn Rauchen sei der bedeutendste Risikofaktor für Lungenkrebs. Bei 85 Prozent der festgestellten Bronchialkarzinome ist der Tabakrauch eindeutige Ursache. Bedauerlicherweise sind 27 Prozent aller Krebstodesfälle durch das Lungenkarzinom bedingt und somit ist der Lungenkrebs die häufigste tumorbedingte Todesursache bei Männern und steht bei den Frauen nach dem Mamma- und dem Colonkarzinom (Darmkrebs) mit 10 Prozent an dritter Stelle. Zum Zeitpunkt der Diagnose findet sich nur ein Drittel der Patienten in einem den Überlebens- und Therapieaussichten günstigen Stadium. Dabei ist es wichtig, den Lungenkrebs möglichst früh zu entdecken und wenn er entdeckt ist, mit einer zielgerichteten Diagnostik das genaue Tumorstadium festzustellen, um für den Patienten je nach Stadium die optimalste Therapie durchführen zu können. Man spricht heute von einer individualisierten Therapie. Dies bedeutet, dass für jeden Patienten eine sehr aufwändige gewebetechnische Untersuchung vorliegen muß, um dann für jeden Patienten individuell mit all den zu berücksichtigenden Faktoren die heute optimal mögliche Therapie einleiten zu können. Dabei ist neben bisher schon angewendeten Strahlen- und Chemotherapien vor allem im Bereich der Pathologie eine gewebetechnische Analyse des Tumors für die Festlegung einer individualisierten, speziellen und gezielten Therapie ein wichtiger Fortschritt. „Doch es ist keine Therapie erfolgreicher gegen Lungenkrebs als Nichtrauchen“, ruft der Internist und Lungenfacharzt Dr. Habich, der schon 20 Jahre Chefarzt am Bezirksklinikum Obermain in Kutzenberg ist, seinen Zuhörern als kategorische Aufforderung zu. Karl-Heinz Hofmann
 Das Bild zeigt: Dr. Gernot Habich, Chefarzt im Bezirksklinikum Obermain, referierte in der Frankenwaldklinik über „Bronchialkarzinom“ Foto: K.-H. Hofmann
|
|
Interview mit Dr.Martina Stauch "Dem Krebs kann man vorbeugen" |
|
Presse: Interview mit Heidrun Kestel "Diagnose Magenkrebs" |
|
Presseartikel Vorankündigung für den 26.02.2010 Thema „Bronchialkarzinom“ |
Presseartikel Vorankündigung für den 26.02.2010 um 17.00 Uhr
Frankenwaldklinik Kronach
Thema „Bronchialkarzinom“
Das Bronchialkarzinom ist weltweit die häufigste maligne Erkrankung des Mannes und die zweithäufigste der Frau. In Deutschland ist das Lungenkarzinom bei Männern und Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Den statistischen Erhebungen zufolge werden jährlich bei Männern etwa 32.500 und bei Frauen etwa 12.500 Lungenkrebsneuerkrankungen registriert. Während die Häufigkeit bei Männern weltweit sinkt, steigt sie bei Frauen weiterhin an.
Bedauerlicherweise sind 27% aller Krebstodesfälle durch das Lungenkarzinom bedingt und somit ist der Lungenkrebs die häufigste tumorbedingte Todesursache bei Männern und steht bei den Frauen nach dem Mamma- und dem Colonkarzinom mit 10% an dritter Stelle.
Zum Zeitpunkt der Diagnose findet sich nur ein Drittel der Patienten in einem den Überlebens- und Therapieaussichten günstigen Stadium. Dabei ist es wichtig, den Lungenkrebs möglichst früh zu entdecken und wenn er entdeckt ist, mit einer zielgerichteten Diagnostik das genaue Tumorstadium festzustellen, um für den Patienten je nach Stadium die optimalste Therapie durchführen zu können. Man spricht heute von einer individualisierten Therapie. Dies bedeutet, dass für jeden Patienten eine sehr aufwändige gewebetechnische Untersuchung vorliegen muß, um dann für jeden Patienten individuell mit all den zu berücksichtigenden Faktoren die heute optimal mögliche Therapie einleiten zu können.
Die Lungenfachklinik in Kutzenberg betreut die meisten Bronchialkarzinome im Bezirk Oberfranken. Der Chefarzt der Lungenfachklinik, Dr. G. Habich, wird aus seiner langjährigen Erfahrung über Diagnostik und Therapiemöglichkeiten des Lungenkrebses allgemeinverständlich berichten.
|
|
Presse: 29.01.10 Magenkrebs Aktuelle Therapien |
|
Dr. Stephan Kanzler referierte am Freitag auf Einladung des Vereins „Gemeinsam gegen Krebs“ in der Frankenwaldklinik zum Thema „Magenkrebs- Aktuelle Erkenntnisse“. Der Gastroenterologe und Hämato- Onkologe ist Chefarzt an der 2. Medizinischen Klinik des Leopoldina Krankenhauses in Schweinfurt und begann sein Referat zunächst mit der erfreulichen Nachricht, dass das Magenkarzinom, zumindest in Deutschland, rückläufig sei. Gründe hierfür sind vor allem zur Hälfte wohl die deutlich verbesserte Medizin mit höherer Lebenserwartung und häufig auch verbesserter Lebensqualität und zum anderen die Ernährungsumstellungen bei vielen Bürgern, die bewusster gesunde Ernährung zu sich nehmen und zudem haben sich die Ernährungsgewohnheiten generell gegenüber den Nachkriegsjahren verändert. Dennoch sterben relativ viele Patienten, weil die Diagnose zu spät kommt und vor allem ab dem 50. Lebensjahr ist eine Steigerung der Krebskrankheiten festzustellen, was aber auch daran liege, dass die Menschen immer älter werden. Jedes Jahr werden wir, statistisch gesehen, um zweieinhalb Monate im Gesamtlebensalter älter. Dabei wies er auf die Risikofaktoren, wie stark gesalzene Speisen, zu viel Gepökeltes und Geräuchertes sowie Übergewicht und Rauchen wie auch zu viel Alkohol, hin. Dies sind belastende Speisen die zum „Helicobacter pylori“ (ein Keim der 1984 entdeckt wurde und das Risiko für Magenkrebs erhöht) führen, wodurch letztlich das Magengeschwür oder das bösartige Magenkarzinom hervorgerufen wird. Es gibt sowohl konkrete Leitlinien als auch Neuerungen in der Behandlung von Magenkrebs. Zur Diagnostik wäre es wichtig, diese frühzeitig festzustellen wozu zunächst eine einfache klinische Untersuchung oder Gastroskopie und Endoskopie ausreichen kann. Diese empfiehlt Dr. Kanzler spätestens bei folgender Symptomatik, wie zum Beispiel häufige Oberbauchbeschwerden, leichter Druck im Oberbauch, Aversion gegen bestimmte Nahrungsmittel, Gewichtsabnahme, Schluckstörung und andere. Zur Früherkennung von Kolonkarzinom allgemein hat sich die neue Technik der Endomikroskopie in Studien schon bewährt. Biopsien für die histologische Untersuchung können so gezielter als bisher entnommen werden. Der Referent ging dann auf die Behandlungsmethoden ein. Heute gebe es die Möglichkeit im Frühstadium das Karzinom endoskopisch zu entfernen, jedoch in der Regel ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich, gegebenenfalls schicke man eine Chemotherapie als Vortherapie voraus. Große Hoffnungen setze man in der Onkologie neben der psychoonkologischen Mitbetreuung und Ernährungsberatung vor allem auf „biologisch aktive Substanzen“ wobei hier an erster Stelle „Trastuzumab“ zu nennen sei. Ein sehr wichtiger Bestandteil der Therapie ist Bewegung und Sport wie auch eine interdisziplinäre Nachsorge nach einem multimodalen Konzept. Der neue Chefarzt für Gastroenterologie an der Frankenwaldklinik, Dr. Ralf Seipelt begrüßte im Namen der Frankenwaldklinik die Besucher und den Gastreferenten und freute sich, dass der Verein „Gemeinsam gegen Krebs“ solche Fachreferate immer wieder anbiete. Information der Patienten sei auch im Interesse der Frankenwaldklinik denn jede Krankheit und die fortschreitende Medizin brauche eine Gemeinsamkeit zwischen Patienten und Ärzten, weshalb die Frankenwaldklinik gerne und mit Freude für die Aktivitäten des Vereins, ihre Räume zur Verfügung stelle.
www.ggkev.de Karl-Heinz Hofmann
 Das Bild zeigt: Privat- Dozent Dr. Stephan Kanzler referierte in der Frankenwaldklinik über Neues zum Magenkarzinom. Foto: K.-H. Hofmann
|
|
|